Die 2000er Jahre – Millenium im Zeichen der Prequel Trilogie

von | 27, Jun, 2023 | Über Star Wars

Herzlich willkommen zu diesem Blogartikel! In Teil 2 meiner kleinen Blogreihe widmen wir uns den 2000er jahren und der Prequel Ära unseres Lieblingsfranchises. Begleitet mich auf dieser Reise in die Vergangenheit und erforscht mit mir die zweite Dekaden meines Star Wars Fantums.

Episode I – Ein bleibender Eindruck in der Popkultur

Am 19. August 1999 war es soweit, ein knappes viertel Jahr nach meinem Geburtstag erschien Star Wars Episode I – Die dunkle Bedrohung in den deutschen Kinos. Besser hätte das Timing nicht sein können, ich war gerade 10 Jahre alt geworden und seit ich denken konnte Star Wars Fan. De facto gehörte ich zur perfekte Zielgruppe. Schon damals war mir klar, dass es irgendwie etwas besonderes ist, so ein Ereignis miterleben zu dürfen. Welche Dimensionen die Veröffentlichung von Episode I jedoch wirklich hatte, was für tiefe Gräben der Film in der Fangemeinschaft hinterlassen hat, welche Wellen er schlug und wie lange sein Echo in der Popkultur noch nachhallen sollte, hätten wahrscheinlich das beste Marktforschungsunternehmen und die erfahrensten Soziologen nicht vorhersehen können.

Merchandise und Videospiele

ein, war,A,uch wenn man jetzt erwarten könnte, dass mich die Prequel-Trilogie und all das Merchandise darum herum für eine weitere Dekade beschäftigen würden, so war das eigentlich nur bei Episode I wirklich der Fall. Zu meiner Freude wurden die neuen „Comm-Tech“ Actionfiguren von Hasbro im Jahr 2000 schon verramscht, das Stickeralbum, damals noch von Merlin und nicht von Panini, wurde nie vervollständigt und auch wenn die ersten Lego Star Wars Sets wirklich toll waren, spielten Actionfiguren und andere Spielzeuge in den folgenden Jahren schon bald keine große Rolle mehr. Videospiele waren da schon deutlich interessanter, leider gab es da nur ein kleines Problem: Es gab damals fast keine guten Star Wars Videospiele und wenn doch hatten sie allermeistens nichts mit den Prequels zu tun! Ich meine, dass „Obi Wan Adventures“ für den Gameboy Color kein Megahit wurde hat wohl niemanden überrascht, dass das Spiel zum Film eher ein Marketing-Gag war – okay! Retrospektiv muss ich mich aber schon sehr wundern, dass der „Episode I Racer“ für den Nintendo 64 zu den Toptiteln dieser Zeit gehört. Auch wenn es in den folgenden Jahren etwas besser wurde, war „Jedi Power Battles“ kein wirklich gutes Spiel, „Galactic Battlegrounds“ war dann doch nur ein Klon von „Age of Empires“ und auch wenn ich zu den drei Menschen auf der Welt gehöre, die ein lächeln auf den Lippen haben, wenn sie den Namen „Captain Nym“ hören, muss ich gestehen, dass „Star Wars – Starfighter“ mit seinen maximal fünf Stunden Spielzeit zwar ein netter Zeitvertreib, aber kein AAA-Titel war.

Episode II und das vorzeitige Aus

Natürlich saß ich im Mai 2002 auch wieder im Kino, und wenn ich mich recht entsinne gehört Episode II – Angriff der Klonkrieger sogar zu den wenigen Filmen, die ich zwei mal im Kino gesehen habe. Eigentlich wundert mich das, denn wenn ich an die Kinobesuche zurückdenke, habe ich immer den selben Eindruck: Die Luft war raus. An dieser Stelle ist es mir wichtig zu betonen, dass es weder an einem weinerlichen Anakin, noch an dem „B1/C3PO Frankendroid“ gelegen hat, sondern eher der Tatsache geschuldet war, dass ich 13 Jahre alt war. Ich steckte mitten in der Pubertät und plötzlich waren andere Dinge einfach interessanter. Es ging zunehmend um Lifestyle, darum Freunde zu treffen und Partys zu feiern. Das galt übrigens auch für Videospiele, denn die Nintendo Konsolen sollten zügig aus dem Haushalt verschwinden. Super Mario und Zelda mussten den Multiplayermodi von Counter Strike, Call of Duty und Co. weichen – egal ob „auf LAN“ oder online. Bis zum erscheinen von „Episode III – Die Rache der Sith“ im Jahr 2005 war Star Wars weitestgehend aus meinem Leben verdrängt worden. Die Tatsache, dass ich den Film erst Monate später auf dem heimischen Fernseher gesehen habe (ja wir reden hier von einer Sicherheitskopie!) sagt doch eigentlich schon alles.

The Clone Wars und Republic Commando

Bis  über 10 Jahre später „Rogue One“ erschien fristete die weit, weit entfernte Galaxis ein Schattendasein. Lediglich „Republic Commando“ und die dazugehörige Buchreihe von Karen Traviss weckten erneut das Interesse für Star Wars bei mir. Die erwachsenere Erzählweise und die detailliert ausgearbeiteten Charaktere verliehen dem ehemals so geliebten Franchise einen neuen Anstrich und schufen eine erzählerische Fallhöhe, von der ich bis heute überzeugt bin. Leider setzte das Erscheinen von „The Clone Wars“ und die daraus hervorgegangenen Meinungsverschiedenheiten zwischen Karen Traviss, George Lucas und Dave Filoni ein jähes Ende und sorgten bei vielen Fans, so auch bei mir, für bittere Enttäuschung. Star Wars sollte in den folgenden Jahren weiter brach liegen, das Erscheinen von „Episode VII – Das Erwachen der Macht“ hat mich 2015 zwar wieder ins Kino gelockt, ließ mich am Ende des Tages aber relativ kalt. Auch wenn ich Episode VII heutzutage gerne sehe, verlieh wie oben bereits angedeutet erst „Rogue One“ Star Wars die Ernsthaftigkeit, die ich mir so lange gewünscht hatte, das ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…

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