Die 1990er Jahre – Blütezeit des erweiterten Universums

von | 27, Jun, 2023 | Über Star Wars

Dieser Blogbeitrag wird der erste in einer kurzen Reihe sein in denen ich meine persönliche Beziehung zum Star Wars Universum kurz umreiße. So wie viele Star Wars Fans meiner Generation hat auch mich das erweiterte Universum in den 1990er Jahren stark geprägt. Steigt also mit mir in meinen modifizierten corellianischen Frachter und begebt euch mit mir auf die Reise in meine Star Wars Vergangenheit.

Die Special Editions – 1997 erneut im Kino

Anno 1997 – Der kleine Stöpsel Tom ist zum Kindergeburtstag eingeladen. Tagesordnungspunkt Nr.1: Kino – Star Wars Episode – IV Eine neue Hoffnung. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich mich schon damals gewundert habe warum Krieg der Sterne plötzlich im Kino läuft, schließlich hatte ich die Filme doch schon x-fach im Fernsehen und auf VHS geschaut. Allzu lange hinterfragt habe ich das ganze jedoch nicht. Dass es sich bei den Filmen um die überarbeiteten Special Editions der Originaltrilogie gehandelt hat, habe ich erst viele Jahre später verstanden. Sind mir die Unterschiede damals aufgefallen? Offen gestanden weiss ich es nicht mehr, die Tatsache, dass ich sowohl „Yub Nub“, als auch den Score von John Williams im Ohr habe, wenn ich an die „Ewok Celebration“ am Ende von Episode VI denke, lässt darauf schließen, dass ich mit beiden Versionen der Filme bestens vertraut bin…

Shadows of the Empire und Micro Machines

Nur wenige Wochen zuvor habe ich das erste Mal das Modul von „Shadows of the Empire“ in meinen Nintendo 64 gesteckt und kämpfte an der Seite von Dash Rendar und seinem Droiden Leebo nicht nur gegen das Imperium, sondern auch gegen Prinz Xizor, Guri und das Black Sun Syndicate.

Aus heutiger Sicht wird schon sehr deutlich, dass Dash schon ein Abklatsch von Han Solo ist, 1997 fand ich ihn aber einfach nur cool. Nicht umsonst ist Dash Rendars Schiff die „Outrider“ (ein corellianischer Frachter des Typs YT-2400 – Nerdlevel over 9000) eines meiner Lieblingsschiffe aus dem Star Wars Universum. Die Logiklücken in der Handlung des Spiels hatte ich nicht bemerkt, selbst wenn, wären sie mir wahrscheinlich ziemlich egal gewesen.

Wir begeben uns erneut einige Monate weiter zurück in das Jahr 1996. Tom hält das erste „Transforming Action Set“ der Marke „Galoob Micro Machines“ in den Händen. Das Set trug den bezeichnenden Namen „The Tie Fighter Pilot/Academy“. Es handelte sich um einen aufklappbaren Pilotenhelm, der eine Miniaturenspielwelt enthält, sobald man ihn öffnet. Außerdem im Set enthalten: Zwei Rekruten im Übungskampf, ein beweglicher Flugsimulator, sowie ein X-Wing und ein Tie Interceptor. In den folgenden Jahren sollten noch eine Hand voll Spielwelten von „Micro Machines“, bespielbare Modelle der „Action Fleet“,  Actionfiguren der „Power of the Force“ Reihe und Videospiele, unter anderem Rogue Squadron 3D, Jedi Knight II – Jedi Outcast, uvm. folgen.

Initialzündung Heir to the Empire

Wie ich es oben bereits erwähnt habe war Star Wars einfach überall und wirkte auch in den 90ern noch eine ungeheure Faszination auf viele Kinder und Jugendliche meiner Generation aus. Ich würde sogar behaupten, dass Star Wars bis Dato so präsent war wie nie zuvor. 

Die Erlebnisse, die ich oben geschildert habe, waren nur ein kleiner Teil von dem, was zu dieser Zeit möglich war, schließlich gab es neben den genannten Dingen noch viele weitere Spielsachen und Videospiele, die vollkommen an mir vorbeigegangen sind.

Neben all den tollen Spielzeugen gab es in den 90ern auch noch ein ganzes Universum voller Geschichten zu entdecken. 1991 holte der spätere Bestseller „Heir to the Empire“ von Timothy Zahn das gesamte Franchise mit einem lauten Knall aus dem Winterschlaf. Der gewaltige Erfolg der „Thrawn Trilogie“ revolutionierte nicht nur das erweiterte Universum, sondern legte auch den Grundstein für viele, viele weitere Geschichten in Büchern, Comics und Videospielen. Die schier unzählbaren Romane und Comics haben dafür gesorgt, dass Star Wars auch ohne neue Filme interessant blieb. Das erweiterte Universum hat mein Bild auf die weit, weit entfernte Galaxis auch in den 00er Jahren und den Jahren bis zur Übernahme von Disney nachhaltig geprägt, sodass Charaktere wie Großadmiral Thrawn, Mara Jade, Kyle Katarn, Kir Kanos, Corran Horn, Kal Skirata und sein gesamter Clan zu meinen liebsten gehören.

Auch wenn der Großteil dieser Figuren mittlerweile nicht mehr zum Kanon gehören haben sie für mich nichts von ihrer Strahlkraft verloren, ganz im Gegenteil. Auch nach über 30 Jahren habe ich nicht jede Geschichte aus dem erweiterten Universum gelesen (vielleicht sogar das eine oder andere Detail schon wieder vergessen) und auch, wenn ich viele der „neuen“ Charaktere aus dem Disney Kanon sehr gerne habe, so hängt mein Herz irgendwie immer noch an den vielen Geschichten der Star Wars Legends, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Neue Blogbeiträge

Zu Gast beim Hyperraum Podcast

Zu Gast beim Hyperraum Podcast

Immer auf der Suche nach neuem Stoff Wer kennt das nicht: Täglich ist man im Bus, mit der Bahn oder dem Auto unterwegs. Stunden über Stunden verbringen wir auf dem Weg zur Arbeit, müssen zum Zahnarzt oder gehen einkaufen. Wenn ich mir unterwegs nicht gerade ein neues...

mehr lesen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert